lautloser Flug mit den Segelfliegern aus Hamburg Boberg

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Ein Segelflugtag beim HVL

Morgens kurz vor 10 Uhr,

es ist ein Frühsommertag mit strahlend blauem Himmel und frischem Tau auf dem Gras. Ein leichter Wind bläst aus Westen und die ersten Frühaufsteher treffen sich vor der Halle des HVL auf dem Boberger Fluggelände. Mit Getöse werden die wuchtigen Hallentore aufgeschoben, und Flugzeug für Flugzeug wird vorsichtig aus der Halle zum Startplatz beim roten Bus gerollt. Der Windenfahrer ist auch schon da, in der Ferne kann man erkennen, wie die Winde aufgebaut wird und schon mal warm läuft!

Alle nötigen Vorbereitungen werden getroffen,

die Freigabe für die Kontrollzone Fuhlsbüttel und die aktuelle Wettervorhersage werden eingeholt und die Flugzeuge gründlich gecheckt. Dann schnallt sich der erste Flugschüler fest, die Haube wird geschlossen, das Windenseil eingeklinkt und das Schulflugzeug startet. Es gibt für alle genug zu tun. Die Windenseile müssen von der Schleppwinde zum Start zurück geholt werden. Gelandete Segelflugzeuge müssen zum Startplatz zurück geschoben werden. Und oft muss auch mal geholfen werden, wenn auf der Segelflugwinde mal wieder einen "Seilsalat" gibt, den es zu entwirren gilt.

Die Sonne hat den Zenit längst überschritten,

die wenigen, die am Boden geblieben sind, suchen Schutz unter den aufgebauten Sonnenschirmen. Nur der Doppelsitzer für die Schulung dreht seine Runden, Landung um Landung. Der Wind ist abgeflaut, und die Luft scheint still zu stehen. Genau das richtige Wetter, um den ersten Alleinflug - den Freiflug - zu wagen. Die vorangegangenen Landungen mit Fluglehrer waren perfekt, jetzt noch ein paar letzte Anweisungen und dann kommt der erste Start ganz alleine. Was für ein Gefühl! Alle Blicke folgen dem Schulflugzeug, wie es majestätisch in der Spätnachmittagssonne seine Runden dreht. Sauber dreht das Flugzeug in den Landeanflug ein, genau mit der richtigen Geschwindigkeit, und Sekunden später landet die Maschine sanft auf dem Boden.

Auch unser Überlandpilot hat es geschafft,

das Telefon klingelt und euphorisch erzählt er von einer geglückten Landung auf dem 70 km entfernten Platz Bobzin.Ein Team macht sich mit Anhänger auf den Weg, den frischgebackenen Streckenflieger abzuholen. Später, als alle Flugzeuge wieder in der Halle stehen, und eine friedliche Stille über dem Platz liegt, treffen sich alle auf ein Bier beim Grillplatz und tauschen Erfahrungen des Tages aus. Was für ein herrlicher Sommertag!